Die Tochter des Fantômas

Ein Thriller


Das erste ernsthafte Schauerdrama des Hamburger Horrortheaters

 

 

Inhalt:


Paris, 1912.

Der Serienmörder Fantômas ist tot. Doch kaum haben unsere Helden, Inspektor Juve und der junge Journalist Fandor, den Herrn des Terrors zur Strecke gebracht, kündigt dessen Tochter an, sein Werk fortsetzen zu wollen.
Nicht nur steht Hélène - Tätowiert, Opiumrauchend, Trinkend, in Männerkleider gewandet ihrer Zeit ein halbes Jahrhundert voraus - ihrem Vater in nichts nach, sie ist zu allem Überfluss auch noch die Verlobte Fandors!

Lady Beltham, Fantômas' untergetauchte Komplizin, ist vielleicht die einzige, die den Ermittlern noch helfen kann. Doch da steht plötzlich Fantômas selbst vor ihr...

Denn die Zukunft liegt vor ihm. Sie wird immer vor ihm liegen.

 

 

Der Abendfüllende Thriller ist das erste Drama außerhalb unserer Augenzwinkernden Showreihe "Das Kabinett des Doktor Tumblety".

 

Die Premiere findet Ende Februar in Aachen statt, danach folgen bis zum Sommer regelmäßgie Aufführungen in Hamburg.

 

 

 

Besetzung

Judith Shoemaker als Hélène

Frank Bosse als Fandor

Alexander Tsypilev als Juve

Norman Nowotko als Fantômas

Frauke Nordmeier als Lady Beltham

 

Produktion

Gordon L. Schmitz

Regie

Frauke Nordmeier
Musik

Michilinki

 

 

 

A DREAMLIKE THING THAT WORKS IT'S MACIG IN UNCONVENTIONAL WAYS

 

Diesen Satz, über den Film Night Tide geschrieben, ist unser Leitstern bei der Arbeit an „Die Tochter des Fantomas“. Zwar trifft er mehr auf unser Kurzdrama zu; Die Verwirrung einiger Zuschauer, die vom surrealen Charakter des Themas regelrecht vor den Kopf gestoßen waren, haben aber unser neues, gradliniges Stück zu Folge: Der Stoff als „klassischer“ Thriller, doch weiter voller Wendungen, abstrusen Ideen, exzentrischen Charakteren und falschen Identitäten.

 

Um eben nie das vollkommen Merkwürdige aus den Augen zu verlieren, wollen wir unsere Handlung mit so viel wundersamen, makaberen, poetischen, abwegigen Worten, Gedanken, Sätzen, Ideen durchziehen, wie es nur tragen kann.

 

Als erstes schauten wir in die Werke der Autoren, die bereits in unsere Stücke Einzug gefunden haben: Der Marquis de Sade, Gaston Leroux, Oscar Wilde, Marcel Proust und natürlich auch Guillaume Apollinaire, Mitbegründer der „Gesellschaft der Freunde des Fantomas“.

 

Ein besonders Hilfreiches Werk hierbei ist die berühmte „Anthologie des schwarzen Humors“, 1939 erstmals erschienen und sofort vom Vichy-Regieme verboten. Das schreit nach uns.

 

Die wechselnden Leidenschaften (beispielsweise in der Person der Helene: Heldenhafte Junge Frau, Geliebte des Fandor, ergebene Tochter, Verbrecherin, Frau des Fandor), die Merkwürdigkeiten der Umstände, die extremen Situationen, in der sich die Figuren alle paar Kapitel wiederfinden: All das erlaubt es uns, die Figuren, ganz im Sinne ihrer Schöpfer, etwas mehr in diese oder jene Richtung auszulegen, je nachdem, was unsere Handlung grade braucht, was uns antreibt, wo unser zündender Gedanke liegt.

 

Und so können wir einen Moment irgendwo zwischen den Romanen nehmen und genau die Helene auf die Bühne bringen, die uns so fasziniert (oder sagen wir, deren Charakter in diesem einen Moment uns am stärksten anzieht): Die wilde, freie, starke junge Frau – ihrem Vater in nichts nachstehend, doch verliebt in Fandor. Gut, und doch eine Terroristin, unangepasst, aber auch als „Abenteurerin“ deklariert.

Titelbild unseres Trailers - Grafik: Noah von Thun