Pressestimmen

 

A New World of Gods and Monsters

 

 "Insanely Awesome!"

 

                - Women in Horror

 

Heftiger Grusel!“

 

Wohlig-makabere Spannung!“

 

             - Stadtzeitung Bad Neuenahr

 

Nieschentheater der außergewöhnlichen Art“

 

             - Grafschafter Zeitung

 

 

Groschenheft-Geschichten

 

 

 

Die beliebte Kultvorstellung!“

 

Gänsehaut ist bei diesem Horrorspektakelgarantiert!“

 

              - Groupon.de

 

 

Nachttourist 8/8

 

 

Two Tickets 5/5

 

 

 

Der Barbier mit scharfer Klinge

Grusel am Abend: Horrortheater Köln zeigt "Groschenheftgeschichten" im Fort A

 

VON DOROTHEE MEINHARDT / Mindener Tageblatt

 

Im Londoner East End, dem ärmsten Viertel der Stadt, ereignet sich 1888 eine unglaubliche Mordserie. Die Protagonisten sind Meister ihres Fachs. Jack the Ripper, Sweeney Todd und Dracula höchstpersönlich betreten die Bühne in der spärlich beleuchteten Taverne des Fort A.

 

 

Das Horrortheater Köln war am Samstagabend erstmalig mit seinem Programm "Groschenheftgeschichten" aus der Reihe "Das Kabinett des Doktor Tumblety" im Mindener Fort A zu Gast. In der Taverne der ehemaligen Festungsanlage würde das Stück "wegen der historischen Räumlichkeiten etwas blutärmer ausfallen als sonst", bereitet Ensemble-Mitglied Gordon Schmitz die Zuschauer auf das kommende Schauspiel vor. Als Erzähler Russel führt er durch die Geschehnisse im Londoner East End, die literarischen Einschübe geleiten die Zuschauer an den Beginn dessen, was nachfolgend auf der Bühne zu sehen sein wird.

 

Teuflischer Barbier aus der Fleet Street

 

In der Fleet Street betreibt Sweeney Todd, von Guido Suchsland mit einer gewissen Verschrobenheit ausgestattet, ein Barbiergeschäft. Es lässt sich erahnen, dass die von ihm ausgehändigten Meat Pies, jene kleinen Pasteten, möglicherweise etwas anderes enthalten als Tierfleisch. Während der bizarre Doktor Francis Tumblety (Thomas Franz) im Salon rasiert wird, entwickelt sich zwischen den beiden Männern eine merkwürdige Unterhaltung über die verschiedenen Methoden, einen Menschen zu töten. "Ich würde fein säuberlich die Kehle aufschneiden, von links nach rechts", ist die favorisierte Methode des Barbiers, der wenig später erleben muss, wie Doktor Tumblety diese Methode bei ihm anwendet.

Es folgen weitere Episoden, Dracula (ebenfalls gespielt von Thomas Franz) stolpert über die Bühne, tötet einen Eindringling in seinem Haus und philosophiert über das Geheimnis des ewigen Lebens. Das Publikum erlebt die letzte halbe Stunde im Leben der Prostituierten Cate Eddowes, gespielt von Laura Scheidt, die von ihrem späteren Mörder Jack the Ripper in ein Gespräch über ihre prekären Lebensumstände verwickelt wird.

 

Nur kurzzeitig keimt etwas Hoffnung auf


Leise und ernsthaft wirken die gelesenen Passagen, wie die Legende vom Fluch des "Mitre Square" oder die Geschichte um den Tod von Cate Eddowes, die im 19. Jahrhundert entstanden sind und auf denen das Theaterstück aufbaut. "Groschengeschichten" zeigt, dass es mitunter die gedämpften Töne und skurrilen Charaktere sind, die bei den Zuschauern eine Gänsehaut auslösen. Die Darsteller spielen ihre Rollen überzeugend, die grotesk undurchschaubaren Charaktere von Doktor Tumblety, Dracula oder Jack the Ripper sorgen für Spannung.

Eine Vorahnung beschleicht das Publikum, wenn sich die Charaktere in den verschiedenen Episoden auf der Bühne gegenüberstehen. Es wird etwas passieren, aber was? Der Spannungsbogen zieht sich, kurzzeitig keimt Hoffnung auf, dass es sich nur um ein merkwürdig geartetes Aufeinandertreffen handelt und dann passiert es doch. Eine Klinge wird gezogen, ein kurzes Gerangel und das Opfer fällt zu Boden.

 

 

 

 

 

Paris ! - Geschichten der französischen Schauerliteratur

 

Bereits kurz nachdem die Zuschauer den Aufführungssaal des Theaters 99 über die hinabführende Treppe erreicht hatten, bot sich ihnen ein befremdlicher Anblick. Mitten auf der nur spärlich beleuchteten Bühne ragte ein Galgen empor, an dem sich eine düstere Gestalt mit Sorgfalt und Bedacht zu schaffen machte.
„Das Kabinett des Dr. Tumblety“ im Netz

Weitere Informationen zum Horrortheater „Das Kabinett des Dr. Tumblety“ finden Sie im Internet unter www.tumblety.de

An jedem anderen Ort und unter anderen Umständen hätte eine derartige Szenerie den Zuschauer zumindest beunruhigt. Nicht aber an diesem Abend. Denn am Wochenende gastierte das aus Köln stammende „Horrortheater“ mit der mobilen Produktion „Paris! – Geschichten der französischen Schauerliteratur“ in Aachen und zog das Publikum mit drei schaurigen Geschichten in seinen Bann.

Wer bis dato dachte, die Geschichten vom Phantom der Oper oder Fantomas bereits zu Genüge zu kennen, der wurde an diesem Abend gleich in mehrfacher Hinsicht überrascht. Mit dem selbst konzipierten Stück kratzte das fünfköpfige Ensemble des nach eigenen Angaben einzigen deutschen Horrortheaters nämlich keineswegs an der Oberfläche des Horrors, sondern erzählte mit großer Selbstironie die bislang weitgehend unbekannten Hintergrundgeschichten bekannter Protagonisten der französischen Schauerliteratur.

Auch das im Vorfeld gegebene Versprechen des Regisseurs Gordon L. Schmitz, nicht auf blutige Szenen zu verzichten, wurde eingehalten – wenn auch nicht auf eine Art und Weise, die beim Zuschauer Angst oder gar Ekel hervorgerufen hätte. Im Gegenteil: Die Geschichten von Marcel Proust, Fantomas und dem Phantom der Oper wurden auf völlig neue und Art und Weise erzählt. Nicht das profane „Angsteinjagen“, Schocken und das Erzeugen von Ekel standen an diesem Abend im Vordergrund. Vielmehr war es das gemeinsame Ansinnen von Regisseur und Darstellern, mit Witz, Ironie und Charme die Essenzen dreier weltweit bekannt gewordener, aber in ihrem Detailreichtum wiederum nicht geläufigen Schauergeschichten herauszuarbeiten.

Auch wenn ausverkaufte Aufführungen sowie diverse Fernseh-Auftritte ohnehin schon für die Erfolgsgeschichte des Horrortheaters mit Wurzeln in Köln sprechen, freute sich Schmitz ganz besonders über das Engagement in Aachen. „Wir haben bereits im Vorfeld viele positive Rückmeldungen und großes Interesse von Aachenern erhalten, deshalb freuten wir uns umso mehr auf das Aachener Publikum“, so Schmitz.

Und so war es für alle Liebhaber französischer Schauergeschichten ein einzigartiger Abend, der so schnell nicht wieder kommt. Wer das Horrortheater live erleben möchte, der darf in Zukunft auch eine Reise nach Hamburg nicht scheuen. Denn ab diesem Sommer wird sich das Ensemble als „Hamburger Horrortheater“ in der Hansestadt niederlassen.

Umso begeisterter waren diejenigen, die beim vorerst letzten Auftritt des Horrortheaters in Aachen dem gepflegten Grusel frönen konnten.

„Gruselige Vorstellung“ im Theater 99: Schauerliteratur - Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/gruselige-vorstellung-im-theater-99-schauerliteratur-1.826243#plx1937330402

 

 

Mit dem Stück „Paris!“ kratzt das Ensemble keineswegs an der Oberfläche des Horrors.

 

Die drei Szenen gehen unter die Haut und sind nichts für schwache Nerven.

 

Freunde des gepflegten Schreckens können sich auf ein Stück mit augenzwinkerndem Grusel-Faktor freuen und erleben einen einzigartigen Abend.

 

              - Aachener Zeitung

 

 

Herrlich verrückt.

 

[Die Geschichten] werden das Nervenkostüm des Publikums attackieren.

 

              - Aachener Nachrichten

 

 

Gruselige Vorstellung im Theater99

 

VON JULIA GRÖBBELS / Aachener Zeitung

 

Bereits kurz nachdem die Zuschauer den Aufführungssaal des Theaters 99 über die hinabführende Treppe erreicht hatten, bot sich ihnen ein befremdlicher Anblick. Mitten auf der nur spärlich beleuchteten Bühne ragte ein Galgen empor, an dem sich eine düstere Gestalt mit Sorgfalt und Bedacht zu schaffen machte.

An jedem anderen Ort und unter anderen Umständen hätte eine derartige Szenerie den Zuschauer zumindest beunruhigt. Nicht aber an diesem Abend. Denn am Wochenende gastierte das aus Köln stammende „Horrortheater“ mit der mobilen Produktion „Paris! – Geschichten der französischen Schauerliteratur“ in Aachen und zog das Publikum mit drei schaurigen Geschichten in seinen Bann.

Wer bis dato dachte, die Geschichten vom Phantom der Oper oder Fantomas bereits zu Genüge zu kennen, der wurde an diesem Abend gleich in mehrfacher Hinsicht überrascht. Mit dem selbst konzipierten Stück kratzte das fünfköpfige Ensemble des nach eigenen Angaben einzigen deutschen Horrortheaters nämlich keineswegs an der Oberfläche des Horrors, sondern erzählte mit großer Selbstironie die bislang weitgehend unbekannten Hintergrundgeschichten bekannter Protagonisten der französischen Schauerliteratur.

Auch das im Vorfeld gegebene Versprechen des Regisseurs Gordon L. Schmitz, nicht auf blutige Szenen zu verzichten, wurde eingehalten – wenn auch nicht auf eine Art und Weise, die beim Zuschauer Angst oder gar Ekel hervorgerufen hätte. Im Gegenteil: Die Geschichten von Marcel Proust, Fantomas und dem Phantom der Oper wurden auf völlig neue und Art und Weise erzählt. Nicht das profane „Angsteinjagen“, Schocken und das Erzeugen von Ekel standen an diesem Abend im Vordergrund. Vielmehr war es das gemeinsame Ansinnen von Regisseur und Darstellern, mit Witz, Ironie und Charme die Essenzen dreier weltweit bekannt gewordener, aber in ihrem Detailreichtum wiederum nicht geläufigen Schauergeschichten herauszuarbeiten.

Auch wenn ausverkaufte Aufführungen sowie diverse Fernseh-Auftritte ohnehin schon für die Erfolgsgeschichte des Horrortheaters mit Wurzeln in Köln sprechen, freute sich Schmitz ganz besonders über das Engagement in Aachen. „Wir haben bereits im Vorfeld viele positive Rückmeldungen und großes Interesse von Aachenern erhalten, deshalb freuten wir uns umso mehr auf das Aachener Publikum“, so Schmitz.

Umso begeisterter waren diejenigen, die beim Auftritt des Horrortheaters in Aachen dem gepflegten Grusel frönen konnten.

 

 

Draculas Gast

 

Gruseln ganz ohne Schauereffekte bei „Draculas Gast“

Von: Martina Stöhr

 

Schatten und Schemen nehmen den jungen Rechtsanwalt Jonathan Harker gefangen, als er mit Graf Dracula in Berührung kommt. Ganz nah am Originaltext von Bram Stoker bleibt die Inszenierung des Hamburger Horrortheaters „Draculas Gast“.

Das Zwei-Mann-Stück verzichtet auf Effekthascherei und bringt dem Zuschauer die Horrorgeschichte in Form von Dialogen und erzählten Episoden nah. Nur am Schluss, da fließt tatsächlich Blut, so wie man es von Dracula eben auch erwarten mag.

Johann, der Kutscher, hat es gleich gewusst. Auf der Fahrt von London nach Transsylvanien warnt er seinen Fahrgast energisch davor, die Kutsche in der Nähe von München zu verlassen. Der junge Rechtsanwalt hält die Worte des Kutschers für Gewäsch und das Unheil nimmt seinen Lauf. Immer mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Aberglaube und der Realität.

Harker verirrt sich auf einem Friedhof und wird von einem Wolf gerettet, „der sich auf seine Brust legt und seinen Hals abschleckt“.

Das Bühnenbild beschränkt sich auf einen Saal im Schloss. Dort kommen Graf Dracula und sein Gast nachts zusammen, um am reich gedeckten Tisch zu speisen. Dass Dracula weder trinkt noch isst, scheint Harker zunächst nicht zu stören. Doch nach und nach bemerkt er Absonderliches und verfällt schließlich in eine Art Rausch. Kann es denn sein, dass Dracula wie eine Eidechse an den Wänden hochklettert? Oder ist das nicht doch eine Sinnestäuschung? Das Reale vermischt sich mit dem Okkulten und Harker lebt wie im Fiebertraum. Und über allem steht Draculas Leitsatz: Blut ist das Leben.

Dieses Stück fordert den Schauspielern Höchstleistungen ab. Alles funktioniert über Sprache, ergänzt nur hin und wieder durch bedeutungsschwere Gesten wie die Draculas, als sich Harker beim Essen mit einem Messer schneidet. Wie magisch angezogen scheint er von dem Blut, das der Zuschauer nicht sieht. Dass es ihnen solche Szenen und Geschichten besonders angetan haben, wird schon im Namen des Hamburger Horrortheaters deutlich.

Die Gruppe stammt ursprünglich aus Köln, hat sich aber 2014 in Hamburg niedergelassen. Verschiedene Kooperationen verbinden die Schauspieler auch mit Aachen. So ungewöhnlich ist es also nicht, dass die Premiere ihres neusten Stücks jetzt im Theater 99 stattfand. Weitere Aufführungen sind in Hamburg und Essen geplant.

Dass die Premiere am „Welt-Dracula-Tag“ stattfand, also genau 120 Jahre nach Veröffentlichung des Romans von Bram Stoker, mag für all jene, die sich gerne gruseln, ein besonderer Anreiz gewesen sein, das Theater zu besuchen. Ernsthafte Schauerdramen ergänzen seit 2015 das Programm des Hamburger Horrortheaters.